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Neuer Wirkstoff für den Fall, dass eine akute myeloische Leukämie (AML) wiederkehrt

Ein neuer Wirkstoff kann, wenn bestimmte genetische Veränderungen vorliegen, Überlebensvorteile bringen.

Bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML), die nicht auf die übliche Standardtherapie anspricht oder nach zunächst erfolgreicher Behandlung wiederkehrt, kann unter bestimmten Umständen eine Therapie mit dem neuen Wirkstoff Quizartinib Überlebensvorteile bringen. Darüber berichteten Wissenschaftler auf dem 23. Kongress der European Hematology Association (EHA) Mitte Juni 2018 in Stockholm, Schweden.

An der Studie hatten 367 Patienten ab 18 Jahren mit AML teilgenommen, bei denen eine bestimmte genetische Veränderung in den Krebszellen, eine sogenannte FLT3-internal Tandemduplikation (FLT3-ITD) vorlag. Solche Veränderungen sind die häufigsten genetischen Veränderungen bei AML. Bei den Studienteilnehmern hatte die Krankheit nicht auf die bisherigen Standardtherapien angesprochen oder war nach einer ersten erfolgreichen Behandlung innerhalb kurzer Zeit wieder zurückgekehrt. Nun erhielten die Patienten entweder den selektiven FLT3-Hemmer Quizartinib oder eine Chemotherapie. 

Die Therapie mit Quizartinib zahlte sich aus, das Gesamtüberleben konnte gegenüber der Chemotherapie signifikant verlängert werden. Nach Ansicht der Studienautoren handelt es sich bei dem Wirkstoff um eine effiziente Therapieoption bei AML-Patienten mit FLT3-ITD-Veränderung.

Quelle:

https://www.krebsgesellschaft.de/

 

© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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