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Doppeltherapie bei Waldenströms Makroglobulinämie

Wirkt langfristig besser.

Patienten mit Waldenströms Makroglobulinämie, einer Form von B-Zell-Lymphom, profitieren offenbar davon, wenn sie zur Therapie mit einem Anti-CD20-Antikörper noch einen Tyrosinkinasehemmer dazu erhalten. Das zeigen die Ergebnisse einer Studie in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

An der Studie nahmen 150 Patienten mit bestätigter symptomatischer Waldenströms Makroglobulinämie teil. Ein Teil von ihnen hatte zuvor noch keine Behandlung erhalten, die anderen schon, wobei sie mindestens auf die letzte Therapie mit einem Anti-CD20-Antikörper nur mangelhaft angesprochen hatten. Jetzt erhielten die Patienten einen Anti-CD20-Antikörper mit entweder einem Tyrosinkinasehemmer oder einem Scheinmedikament (Placebo).

Nach rund 50 Monaten Beobachtungszeit zeigten sich Unterschiede im Überleben, ohne dass die Krankheit weiter vorangeschritten war: Bei der Hälfte der Patienten mit Anti-CD20-Antikörper hatte das Lymphom nach gut 20 Monaten wieder begonnen voranzuschreiten. In der Anti-CD20-Antikörper/Tyrosinkinasehemmer-Gruppe hingegen war das Lymphom auch nach 50 Monaten bei der Hälfte der Patienten noch nicht weiter vorangeschritten, das mediane Überleben ohne Krankheitsfortentwicklung also noch nicht erreicht. Dieser signifikante Überlebensvorteil trat unabhängig davon zutage, ob die Patienten bereits eine Therapie hinter sich hatten und wenn ja welche, auch charakteristische Veränderungen in den Tumorzellen hatten keinen Einfluss darauf.

Unter der Kombination von Anti-CD20-Antikörper und Tyrosinkinasehemmer war die Ansprechrate signifikant höher, zudem hielt das Ansprechen lange an. Folgerichtig mussten in der Anti-CD20-Antikörper-Placebogruppe mehr Patienten schon früher erneut wegen des Lymphoms behandelt werden.

Damit habe sich die Kombination von Anti-CD20-Antikörper und Tyrosinkinasehemmer bei Patienten mit Waldenströms Makroglobulinämie der Therapie mit einem Anti-CD20-Antikörper und Placebo langfristig als überlegen herausgestellt, so die Zusammenfassung der Studienautoren.

Quelle:

https://www.krebsgesellschaft.de/

 

© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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