Liebe Freunde, liebe Besucher,
gestern führte mich eine Einladung nach Magdeburg und es war ein ganz besonderer Anlass, der mich dorthin führte: 50 Jahre Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) in Deutschland.

Der festliche Anlass wurde von der Bundesvorsitzenden der Frauenselbsthilfe Krebs, Elke Naujokat, eröffnet. Ihre Worte machten deutlich, wie viel Kraft, Mut und Zusammenhalt hinter 50 Jahren Frauenselbsthilfe stehen. Fünf Jahrzehnte, in denen Frauen füreinander da waren, einander zugehört, Mut gemacht und gemeinsam Wege durch schwierige Zeiten gefunden haben.
Auch die Ansprache der Oberbürgermeisterin von Magdeburg, Simone Borris, war etwas ganz Besonderes. Ihre Worte verliehen diesem Jubiläum eine zusätzliche Wertschätzung und machten deutlich, wie wichtig Selbsthilfe und das gegenseitige Füreinander-Dasein in unserer Gesellschaft sind.
Für einen weiteren emotionalen Moment sorgte die Musik von Caroline, einem Mitglied der Kelly Family. Musik vermag manchmal genau das auszudrücken, wofür Worte fehlen und so fügte sie sich wunderbar in diesen besonderen Festakt ein.

Doch für mich waren es nicht nur die offiziellen Programmpunkte, die diesen Tag so wertvoll gemacht haben. Es waren vor allem die Menschen.
Ich durfte so viele Frauen wiedersehen, die mir bereits seit vielen Jahren sehr ans Herz gewachsen sind. Menschen, mit denen mich gemeinsame Wege, Erfahrungen, Gespräche und Erinnerungen verbinden. Es ist immer wieder schön zu erleben, dass manche Begegnungen bleiben, auch wenn zwischen ihnen manchmal einige Zeit liegt.
Und natürlich war dieser Tag auch eine wunderbare Gelegenheit zum Netzwerken. Es gab Raum für Gespräche, für den Austausch von Erfahrungen und für neue Ideen. Neben vielen bekannten Gesichtern waren auch Vertreter anderer Selbsthilfegruppen sowie Mitarbeitende verschiedener Krebsgesellschaften vor Ort. So entstanden neue Kontakte und vielleicht auch neue Verbindungen, aus denen etwas Wertvolles wachsen darf.
Gerade in der Selbsthilfe wird immer wieder spürbar, wie wichtig Gemeinschaft ist. Niemand muss seinen Weg allein gehen. Ein offenes Ohr, ein ehrliches Wort, eine helfende Hand oder einfach das Gefühl, verstanden zu werden, können unglaublich viel bedeuten.
50 Jahre Frauenselbsthilfe Krebs, das sind nicht nur 50 Jahre Geschichte. Es sind 50 Jahre gelebte Solidarität, Mut, Zuversicht und Menschlichkeit.
Ich bin dankbar, gestern ein Teil dieser besonderen Gemeinschaft sein zu dürfen. Dankbar für die Begegnungen, für die Gespräche, für die vertrauten Gesichter und auch für die neuen Menschen, die ich kennenlernen durfte.
Mit vielen schönen Eindrücken, neuen Gedanken und einem warmen Gefühl im Herzen ging dieser besondere Tag für mich zu Ende.
Eure Simone









