Ein wertvoller Nachmittag zwischen Medizin und Selbsthilfe am 07.10.2026
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
unser heutiges Treffen der Selbsthilfegruppe Leukämie- & Lymphompatienten Halle (Saale) stand ganz im Zeichen eines offenen, interessanten und vor allem sehr angenehmen Austausches. Als Gast durften wir Prof. Heuser, Klinikdirektor der Inneren IV des Universitätsklinikums Halle, bei uns begrüßen.
Seit mittlerweile zwei Jahren ist Prof. Heuser in Halle tätig. Zwei Jahre, in denen er nicht nur in unserer Stadt und an der Universitätsmedizin angekommen ist, sondern in denen sich auch zwischen unserer Selbsthilfegruppe und der Inneren IV eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt hat.

Gerade für uns als Selbsthilfe ist dieser direkte Kontakt unglaublich wertvoll. Denn eine gute Zusammenarbeit bedeutet für uns nicht nur, miteinander zu sprechen, wenn es Probleme gibt. Vielmehr geht es darum, sich regelmäßig auszutauschen, voneinander zu erfahren, Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und auch die Sichtweise der jeweils anderen Seite kennenzulernen. Genau dafür war unser heutiges Treffen wieder ein schönes Beispiel.
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Vortrag über Selbsthilfe im UKH am 24.09.26
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
heute war für mich ein ganz besonderer Tag. Immer wenn ich an meiner Uni Halle unterwegs bin, fühlt es sich ein wenig so an, als würde ich in meine zweite Heimat zurückkehren.
Diesmal saßen sechs Mitarbeitende aus der onkologischen Pflege vor mir, Pflegekräfte aus Halle und Gera. Eineinhalb Stunden lang durfte ich ihnen von mir, meiner Erkrankung und den damit verbundenen Höhen, Tiefen und Hürden erzählen.

Ich berichtete auch von einem Chef in meiner Firma, der mir mit außergewöhnlich viel Verständnis begegnete und mir den Freiraum gab, den ich im Umgang mit meiner Erkrankung dringend brauchte. Eine solche Unterstützung ist keineswegs selbstverständlich und dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Im Mittelpunkt meines Vortrags stand jedoch die Selbsthilfe. Schon der Titel stellte die entscheidende Frage: „Was bedeutet Selbsthilfe – Kaffeeklatsch oder doch viel mehr?“
Meine Antwort darauf ist eindeutig: Selbsthilfe ist sehr viel mehr. Sie bedeutet Austausch, Verständnis und gegenseitige Unterstützung. Sie gibt Halt, schafft Gemeinschaft und vermittelt das wertvolle Gefühl, mit seinen Sorgen, Ängsten und Erfahrungen nicht allein zu sein. Man begegnet Menschen, die nicht lange nach Erklärungen fragen müssen, weil sie Ähnliches erlebt haben.
Patiententag „anders herum“ – wenn Patienten zu Referenten werden- Dessau 23.09.26
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
heute fand im Städtischen Klinikum Dessau wieder ein ganz besonderer Patiententag statt, ein Patiententag „anders herum“.
Und der Name ist tatsächlich Programm: Hier sprechen nicht Ärzte oder andere Fachkräfte über Patientinnen und Patienten. Hier stehen die Betroffenen selbst vorne und erzählen. Über ihre Erkrankung, ihre Erfahrungen, ihre Ängste und Herausforderungen, aber auch über Hoffnung, Zuversicht und das Leben mit und nach einer Krebserkrankung.

v.l.n.r. vier Patienten, die referiert haben, Frau Dr. Rockstroh & Prof. Behre
Eingeladen waren alle Mitarbeiter des Klinikums, die in den unterschiedlichsten Bereichen mit onkologischen Patienten arbeiten. Umso schöner war es zu sehen, dass dieser Einladung so viele gefolgt sind und den persönlichen Geschichten aufmerksam zugehört haben.
Vor mir berichteten drei Patienten mit ganz unterschiedlichen Erkrankungen über ihre Erfahrungen. Drei Menschen, drei Krankheitsgeschichten und drei völlig unterschiedliche Wege.
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Marc's Mutmachgeschichte - weltweit gibt es nur 13 vergleichbare Patienten
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
manchmal begegnet man einem Menschen nur zufällig und nimmt doch seine Geschichte mit nach Hause.
So ging es mir am vergangenen Wochenende in Essen. Unter vielen Begegnungen, Gesprächen und Eindrücken traf ich auf einen Mann, dessen Lebensgeschichte mich tief berührt hat. Eine Geschichte, bei der man beim Zuhören immer wieder denkt: Wie viel kann ein einzelner Mensch eigentlich aushalten? Und gleichzeitig ist es eine Geschichte, die zeigt, was Medizin, Forschung, eine Stammzellspende und vor allem Hoffnung bewirken können.
Dieser Mann ist Marc Franke aus Westmünsterland.

Heute kann Marc von etwas erzählen, das weltweit nur bei sehr wenigen Menschen gelungen ist: Er gilt als von einer HIV-Infektion geheilt. Gleichzeitig hat er eine Akute Myeloische Leukämie (AML) überwunden.
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„Patienten als Partner der Krebsforschung“ - Essen - 18.-20.09.2026
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
vom 18. bis 20. September 2026 fand in Essen bereits die 5. Nationale Konferenz „Patienten als Partner der Krebsforschung“ statt. Rund 175 onkologische Patientenvertreter aus ganz Deutschland folgten der Einladung. Auch ich war wieder mit dabei und durfte drei Tage erleben, die fachlich ausgesprochen intensiv waren, aber ebenso viel Raum für Begegnungen, Gespräche und Vernetzung boten.
Das Programm war wirklich kompakt. Zahlreiche Projekte wurden vorgestellt, aktuelle Entwicklungen aus der Krebsforschung diskutiert und in Workshops einzelne Fragestellungen noch einmal intensiver bearbeitet. Für mich waren es am Ende 20 Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden, die ich besucht habe, entsprechend voll war anschließend auch der Kopf mit neuen Informationen, Ideen und Denkanstößen.

Personalisierte Onkologie, Studien und Künstliche Intelligenz
Inhaltlich zog sich ein Thema durch viele Programmpunkte: Wie wird die Krebsmedizin der Zukunft aussehen und welche Rolle spielen Patienten dabei?
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Mit Nadel, Faden und ganz viel Herz
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
heute hieß es bei uns wieder: Los geht’s für einen guten Zweck.
Auch wenn unsere Nähgruppe heute aus gesundheitlichen Gründen leider nur in kleiner Besetzung zusammenkommen konnte, waren wir alles andere als untätig. Ganz im Gegenteil: Am Ende des Tages konnten wir tatsächlich 19 fertiggestellte Leseknochen zählen. Darauf dürfen wir durchaus ein bisschen stolz sein.

Diese Leseknochen sind für uns weit mehr als einfach nur ein schönes Nähprojekt. Sie sind praktisch, vielseitig einsetzbar und vor allem für Patienten eine kleine Hilfe im Alltag, beim Lesen, Fernsehen, Ausruhen oder einfach dann, wenn eine bequeme Unterstützung gebraucht wird.
15. September – Welt-Lymphom-Tag
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
jedes Jahr erkranken weltweit mehr als 600.000 Menschen an einem Lymphom. In Deutschland erhalten jährlich etwas mehr als 20.000 Menschen diese Diagnose.
Hinter diesen Zahlen stehen keine Statistiken.
Dahinter stehen Menschen. Familien. Freunde. Ängste. Hoffnungen. Tränen. Und ganz persönliche Geschichten.

Die Diagnose Lymphom kann das Leben von einem Moment auf den anderen verändern. Plötzlich gibt es Untersuchungen, Befunde, Therapien und medizinische Begriffe, die vorher kaum eine Rolle gespielt haben. Und dazwischen immer wieder diese eine Frage: Wie geht es weiter?
Rudern gegen Krebs – gemeinsam in einem Boot am 06.09.26
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Liebe Freunde, liebe Besucher,
vorgestern hieß es bei uns in Halle wieder: „Rudern gegen Krebs“. Das Krukenberg Krebszentrum Halle hatte zu dieser besonderen Benefizregatta eingeladen und für uns war natürlich klar: Wir sind dabei!
Denn „Rudern gegen Krebs“ ist für mich weit mehr als eine sportliche Veranstaltung. Es ist ein Tag der Begegnung, der Gemeinschaft und des Miteinanders. Krebspatienten, Angehörige, Ärzte, Pflegekräfte, Selbsthilfe, Unterstützer und viele engagierte Menschen sitzen an diesem Tag im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam in einem Boot.

Auch wir waren wieder mit unserem Stand vertreten und hatten damit einen wunderbaren Anlaufpunkt für viele Gespräche. Der intensive persönliche Austausch stand für uns ganz klar im Vordergrund. Immerhin arbeiten wir seit inzwischen mehr als 22 Jahren sehr eng mit der Universitätsmedizin Halle zusammen. Über all diese Jahre sind viele Kontakte entstanden, aus manchen wurden enge und vertrauensvolle Verbindungen. Umso schöner sind solche Tage, an denen man sich einmal außerhalb von Klinikfluren, Besprechungsräumen oder Veranstaltungen begegnet.
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S3-Leitlinie Palliativmedizin bei nicht heilbarer Krebserkrankung umfassend aktualisiert
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ liegt in aktualisierter Fassung vor. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Zahlreiche bestehende Empfehlungen wurden überarbeitet. Ziel der Leitlinie ist es, die Lebensqualität von Krebsbetroffenen in palliativen Situationen und die ihrer Angehörigen zu erhalten oder zu verbessern. Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP) und unter Mitwirkung von 70 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde das Leitlinienupdate von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie.
EU-Zulassung für chemotherapiefreie, zeitlich begrenzte Kombination: Lymphom-Therapie in der 2L
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
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Die Europäische Kommission hat am Anfang Juli 2026 eine Zulassungserweiterung für Epcoritamab (Tepkinly®, AbbVie) erteilt. Der subkutan zu verabreichende bispezifische Antikörper mit begrenzter Therapiedauer kann nun als Kombination mit Rituximab und Lenalidomid (R2) bei Erwachsenen mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt werden. Die chemotherapiefreie Kombinationstherapie ist auf 12 Zyklen begrenzt. Mit ihr können FL-Patientinnen und -Patienten in der EU erstmals ab dem ersten Rezidiv eine auf einem bispezifischen Antikörper basierende Behandlung erhalten. In der EPCORE-FL-1-Studie reduzierte Epcoritamab + R² das Risiko für eine Krankheitsprogression oder Tod gegenüber R² allein um 79 % (Hazard Ratio 0,21; 95 %-CI: 0,14–0,31; p < 0,0001).









