Aktuelles zu Leukämie, Lymphomen und Selbsthilfe
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Berichte und Veranstaltungshinweise unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten in Halle (Saale). Wir informieren über Patiententreffen, Aktionen, medizinische Themen und Entwicklungen der Krebs-Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt.
Follikuläres Hochrisiko-Lymphom: Hohe Ansprechraten mit Antikörper-Toxin-Konjugat
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
San Diego – Ein Rezidiv eines follikulären Lymphoms hat eine schlechte Prognose, ganz besonders wenn es binnen zwei Jahren nach Beginn der Therapie aufgetreten ist. Ebenfalls sehr hoch ist das Risiko für Patienten mit hoher Tumorlast. Es gibt bislang keinen etablierten Standard für diese Indikation, aber bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego wurden vielversprechende Daten mit einem Immuntoxin vorgestellt (Abstract 984).
Loncastuximab ist ein gegen das CD19-Antigen auf B-Lymphozyten gerichteter monoklonaler Antikörper, der in dem Immuntoxin Locastuximab Tesirine mit einem DNA-Crosslinker gekoppelt wird und die Zellen, an die der Komplex bindet, hocheffektive abtötet.
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Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome: Glofitamab verbessert die Prognose in allen Subgruppen
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
San Diego – Wenn großzellige B-Zell-Lymphome (LBCL) nach der initialen Therapie rezidivieren oder dagegen refraktär sind, ist die Prognose nicht gut. Bei einigen Patienten kann sie inzwischen mithilfe von CAR-T-Zellen deutlich verbessert werden, aber das gilt bei Weitem nicht für alle. Bispezifische Antikörper sind eine neue Therapie, mit der sich weitere Erfolge erzielen lassen. Ergebnisse zu Glofitamab sowohl als Salvagetherapie als auch in der Erstlinie bei Hochrisiko-Patienten wurden in mehreren Vorträgen bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego präsentiert.
Großzellige B-Zell-Lymphome sind im Allgemeinen gut zu behandeln und in der Mehrzahl der Fälle bereits mit der ersten Therapielinie heilbar. Sehr viel schwieriger wird es in rezidivierten oder gar refraktären Fällen, aber hier haben in den letzten Jahren T-Lymphozyten mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) weitere Fortschritte gebracht.
Chronische Graft-versus-Host-Erkrankung: Beeindruckende Ansprechraten mit einem neuen Antikörper
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
San Diego – Die chronische Graft-versus-Host-Erkrankung ist eine der wesentlichsten Komplikationen einer allogenen Stammzelltransplantation, die auch mit in den letzten Jahren neu eingeführten Therapien noch nicht wirklich in den Griff zu bekommen ist. In der Phase-2-Studie AGAVE-201, die bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego vorgestellt wurde, kam ein neuer Antikörper zum Einsatz, der beeindruckende Wirkung zeigte (Abstract 1).
Trotz aller Neuentwicklungen wie etwa von CAR-T-Zellen oder bispezifischen Antikörpern wird die allogene Stammzelltransplantation noch für einige Zeit eine unverzichtbare Option in der Therapie vieler hämatologischer Erkrankungen bleiben. Limitiert wird ihre Wirksamkeit durch Komplikationen wie vor allem die chronische Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD), die für einen erheblichen Anteil der iatrogenen Mortalität bei solchen Patientinnen und Patienten verantwortlich ist.
Chemotherapie-frei und zeitlich limitiert: Das ist die Zukunft der CLL-Therapie
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
San Diego – Bei der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) geht die klinische Forschung in den letzten Jahren eindeutig in Richtung einer sowohl Chemotherapie-freien als auch zeitlich limitierten Behandlung. Möglich wird das durch immer wirksamere Medikamente, die an den Achillesfersen der malignen Zellen angreifen und zu früher nicht für möglich gehaltenen tiefen Remissionen führen, nach deren Erreichen man die Therapie guten Gewissens beenden kann.
Die Deutsche CLL-Studiengruppe (GCLLSG) zählt auf diesem Gebiet zu den weltweit führenden Konsortien und konnte bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego Resultate aus zwei bahnbrechenden Studien vorstellen, in denen es einmal um neu diagnostizierte Erkrankungen (Abstract 635) und im anderen Fall um Patienten im Rezidiv ging (Abstract 203).
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Mantelzell-Lymphom: Länger progressionsfrei mit kombinierter Erhaltungstherapie
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
San Diego – Obwohl das Mantelzell-Lymphom selten ist, gibt es dazu in den letzten Jahren emsige klinische Forschungsaktivitäten. Bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Diego wurden die Ergebnisse einer europäischen Phase-3-Studie vorgestellt, in der ältere Patienten zwar nicht von einer modifizierten Induktions-, wohl aber von einer erweiterten Erhaltungstherapie profitierten (Abstract 979).
Das Mantelzell-Lymphom ist prinzipiell nach wie vor unheilbar, auch wenn in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt wurden. So haben sich in randomisierten Studien bei jüngeren Patientinnen und Patienten eine Cytarabin enthaltende Induktionstherapie (J Clin Oncol 2023, DOI: 10.1200/JCO.22.01780) sowie eine Erhaltungstherapie sowohl mit Rituximab (N Engl J Med 2017, DOI: 10.1056/NEJMoa1701769) als auch mit dem Immunmodulator Lenalidomid (Lancet Haematol 2021, DOI: 10.1016/S2352-3026(20)30358-6) als hilfreich erwiesen.
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