Aktuelles zu Leukämie, Lymphomen und Selbsthilfe
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Berichte und Veranstaltungshinweise unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten in Halle (Saale). Wir informieren über Patiententreffen, Aktionen, medizinische Themen und Entwicklungen der Krebs-Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt.
Chronische lymphatische Leukämie: Therapieerfolg erheblich von Tumorgenetik abhängig
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
Erste Ergebnisse aus der CLL13-Studie zeichnen ein immer genaueres Bild vom Einfluss genetischer Veränderungen auf die Therapie der neu diagnostizierten CLL mit Chemoimmuntherapie und mit verschiedenen Venetoclax-haltigen Protokollen.
SSo bestätigt sich der negative Einfluss von unmutiertem IGHV und NOTCH1-Mutationen für beide Typen von Therapien, während Mutationen im RAF- beziehungsweise RAS-Signalweg sich bei Venetoclax-haltigen Therapien, nicht aber bei der Chemoimmuntherapie ungünstig auswirken. Die Ergebnisse stellte Dr. Eugen Tausch, Universitätsklinikum Ulm, beim ASH-Kongress im Dezember 2022 in New Orleans vor (1).
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Großzelliges B-Zell-Lymphom: Strategien bei Versagen der Therapie mit CAR-T-Zellen
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
Wenn bei einem aggressiven Non-Hodgkin-Lymphom die Therapie mit CAR-T-Zellen versagt, gibt es derzeit keinen Standard für das weitere Vorgehen. Ein Konzept mit zielgerichteten Therapien könnte wirksamer sein als Chemotherapie.
T-Lymphozyten mit chimärem Antigenrezeptor (CAR-T-Zellen) sind dabei, sich bei rezidivierten oder refraktären aggressiven Non-Hodgkin-Lymphomen als Salvage-Therapie zu etablieren. Allerdings liegen die Raten an dauerhaften Remissionen in dieser Situation auch nur bei 40–50 %, die übrigen Patientinnen und Patienten sind entweder sofort progredient oder rezidivieren später wieder.
Eine Standardstrategie für eine erneute SalvageTherapie in diesem Kontext gibt es nicht. Um Anhaltspunkte dafür zu finden, welche Folgetherapien nach einem Versagen von CAR-T-Zellen die besten Chancen bieten, sammelten spanische Hämatologen retrospektiv die Daten von insgesamt 217 Patienten mit großzelligen B-Zell-Lymphomen, die in 12 Zentren kommerziell erhältliche CAR-T-Zellen erhalten hatten und danach progredient gewesen waren, und stellten diese Daten anlässlich der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in New Orleans im Dezember 2022 vor.
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Turnusmäßiges SHG-Treffen am 01.03.2023
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
Liebe Freunde, liebe Besucher,
schon traditionell findet unser Gruppentreffen Ende Februar / Anfang März mit Dr. Timo Behlendorf statt. Er ist ein niedergelassener Facharzt für Innere Medizin mit der Subspezialisierung für Hämatologie und Onkologie.

Es hat sich bei den letzten Treffen bewährt, dass Dr. Behlendorf keinen Vortrag hält, sondern unsere vielen offenen Fragen beantwortet. So z.B. befassten wir uns mit diesen Themen:
CAR-T-Zelltherapie bei wiederkehrendem multiplem Myelom mit Erfolgsaussichten
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
Bei multiplen Myelomen, die trotz mehrfacher Therapien immer wiederkehren, verbessert eine CAR-T-Zelltherapie die Überlebensaussichten.
Patienten mit wiederkehrendem oder nicht ansprechendem multiplem Myelom profitieren von einer CAR-T-Zelltherapie mehr als von einer Standardtherapie. Wie sich in einer Phase III-Studie, die in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde, zeigte, kann die Krankheit länger aufgehalten werden.
An der internationalen Phase III-Studie nahmen 386 erwachsene Patienten mit wiedergekehrtem oder nicht ansprechendem multiplem Myelom teil, die bereits zwei bis vier Therapieregime erhalten hatten. Unter diesen Therapieregimen hatten sich auch moderne Wirkstoffe befunden – solche, die das Immunsystem beeinflussen, ein Anti-CD38-Antikörper und Proteasomhemmer. Dennoch war die Krankheit zurückgekehrt bzw. hatte sich fortentwickelt. Nun wurden die Patienten entweder mit einer CAR-T-Zelltherapie behandelt oder erhielten eine von fünf Standardtherapien.
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Öffentliche Podiumsdiskussion: Komplementärmedizin - Vernünftiger Umgang mit kontroversen Angeboten? in Halle (S.) am 15.02.203
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2023
Liebe Freunde, liebe Besucher,
am vergangenen Mittwoch fand im Melanchthonianum eine Veranstaltung zum Thema „Komplementärmedizin - Vernünftiger Umgang mit kontroversen Angeboten?“ statt. Die Universitätsmedizin Halle war ein erstklassiger Gastgeber und die beiden Moderatoren führten souverän durch die 90 spannenden Minuten.
Moderation:
- Dr. Alexander Kremling, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
- Prof. Dr. Jan Schildmann, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Auf der Gästelisten standen vertraute Namen und so war es eine Selbstverständlichkeit der Veranstaltung zu lauschen.
- Prof. Dr. Jutta Hübner, Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Jena
- PD Dr. Stefan Lange, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen
- Prof. Dr. Stefan Huster, Institut für Sozial- und Gesundheitsrecht, Ruhr-Universität Bochum
Los ging es mir drei Impulsverträgen zur Komplementärmedizin mit teils unterschiedlichen Ansichten der drei Gästen. Aber genau das, macht so eine Veranstaltung ja spannend, wenn Diskussionen aufgekommen und doch die Meinung des Anderen akzeptiert wurde.

v.l.n.r. Prof. Schildmann, Prof. Hübner, Prof. Huster & Dr. Lange









