Aktuelles zu Leukämie, Lymphomen und Selbsthilfe
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Berichte und Veranstaltungshinweise unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten in Halle (Saale). Wir informieren über Patiententreffen, Aktionen, medizinische Themen und Entwicklungen der Krebs-Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt.
Coronavirus-Infektion (COVID-19) bei Patient*innen mit Blut- und Krebserkrankungen
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2021
Die Zahl der weltweit an dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankten Menschen steigt weiterhin an. In Deutschland hatte die erste Welle der Neuerkrankungen ihren Höhepunkt im März 2020 und die zweite Welle Mitte Dezember erreicht. Aktuell steigt die Zahl der Neuerkrankten vor allem aufgrund der höheren Übertragbarkeit der SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7. erneut an. Ausbrüche finden in Hot Spots mit einem raschen Anstieg Infizierter in einem sehr kurzen Zeitraum statt, aber auch disseminiert aufgrund der hohen Zahl asymptomatischer SARS-CoV-2-Träger.
Weltweit und auch in Deutschland wurden nicht-pharmakologische Maßnahmen und in zunehmendem Maße Schutzimpfungen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Virus organisiert.
Patient*innen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder fortgeschrittenen soliden Tumoren, deren Erkrankung nicht in Remission ist, sowie Patient*innen unter aktueller systemischer Therapie, haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 und eine erhöhte Mortalität. Krebspatient*innen und Patient*innen mit Erkrankungen des Blutes wird geraten, besonders achtsam zu sein und den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, vor allem zur freiwilligen Isolation und zur Schutzimpfung, zu folgen. Gleichzeitig darf die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus nicht die Bekämpfung einer bereits existierenden, lebensgefährlichen Erkrankung wie Krebs beeinträchtigen.
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Dessauer Klinikum zieht positive Bilanz nach Test von Anti-Corona-Medikamenten
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2021
Antikörper-Medikamente könnten Ruder in der Pandemie herumreißen. In Alten verringerten sie das Sterbe-Risiko drastisch.
Dessau-Roßlau - Das Städtische Klinikum Dessau war Mitte März eines der ersten Krankenhäuser deutschlandweit, das Corona-Risikopatienten mit Antikörper-Medikamenten aus den USA behandeln durfte. Etwas mehr als einen Monat später berichtet Professor Dr. Gerhard Behre, Chefarzt für Innere Medizin, fast schon euphorisch von den damit erzielten Erfolgen.
„Durch die Antikörper ist für Risikopatienten in Dessau die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Verlaufs von 75 auf sieben Prozent gesunken“, so Behre am Dienstag. Ein schwerer Verlauf könne in 70 Prozent der Fälle verhindert werden. Inzwischen hat sich die Mortalität durch zwei weitere Todesfälle zwar auf 21 Prozent erhöht, was allerdings noch immer ein deutlich niedrigeres Sterbe-Risiko ist als ohne das Medikament.
Insgesamt haben in Alten bislang 14 Patienten die Antikörper erhalten. Nur zwei von den 14 mussten auf die Intensivstation verlegt werden, beide sowie ein weiterer sind dann allerdings verstorben. Die Wirksamkeit sei dennoch beeindruckend, erklärte Behre.
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Ernährung bei Krebs
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2021
Eine gesunde ausgewogene Ernährung kann viel zur Genesung bei Krebserkrankungen beitragen. Aber es empfiehlt sich, mit den behandelnden Ärzten und Ernährungsspezialisten darüber zu sprechen, um während der notwendigen Krebstherapien keine unnötigen Risiken einzugehen.
Wenn Krebspatienten durch eine gesunde Ernährung etwas zu ihrem Genesungsprozess beitragen wollen, empfiehlt es sich, mit den behandelnden Ärzten bzw. ausgebildeten Diätexperten darüber zu sprechen. Womöglich eingenommene Nahrungsergänzungsmittel und spezielle Diäten sollten die Krebstherapien nach Möglichkeit nicht beeinflussen, und Mangelerscheinungen sollten vermieden werden. Darauf verweist ein zusammenfassender Artikel in der Fachzeitschrift Der Onkologe.
Impfschutz: Krebspatienten im Nachteil
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2021
Krebspatienten sind nach der ersten Corona-Impfung schlechter geschützt als gesunde Menschen, wie eine kleine immunologische Studie nahelegt. Stellt sich die Frage: Impfschema ändern oder nicht?
Patienten mit hämatologischen Krebsarten wie Leukämie, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden, sterben mit höherer Wahrscheinlichkeit als Patienten mit soliden Krebsarten, die sich infiziert und im Krankenhaus behandelt werden müssen. So lautete das Ergebnis einer Studie, die im Februar erschienen ist. Die Wissenschaftler vermuteten, dass eine beeinträchtigte Immunantwort zu diesen schlechten Ergebnissen bei Blutkrebspatienten mit akutem COVID-19 führen könnte.
Deutsche Krebsgesellschaft bemängelt unklare und uneinheitliche Zugänge zur COVID-Impfung für Krebspatient*innen
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- Geschrieben von: Simone Pareigis
- Kategorie: Beiträge 2021
Berlin, 02.03.2021. Obwohl Krebspatient*innen und andere Betroffene mit einer chronischen Erkrankung gemäß der COVID19-Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums vom 8.2.2021 das Recht auf einen bevorzugten Zugang zu einer Impfung gegen SARS-CoV-2 haben, sind die Zugangsregelungen für die Betroffenen auf Länderebene weitgehend unklar. „In einigen Bundesländern steht die erste Impfwelle der über 80-Jährigen und des medizinischen Personals kurz vor Zielerreichung oder ist abgeschlossen. Jetzt geht es darum, in der zweiten Impfwelle chronisch Kranke mit einem hohen Risiko für einen schweren COVID19-Verlauf rasch durch eine Impfung zu schützen“, kommentiert Professor Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG), den aktuellen Stand der COVID19-Impfung. „Täglich erreichen uns Nachrichten von Betroffenen mit einem dringenden Impfbedarf, die noch nicht wissen, wie sie an ihre Impfung kommen.“ Die DKG fordert einen raschen, transparenten und bundesweit möglichst einheitlichen Zugangsprozess für Krebspatient*innen auf der Basis der aktuellen Corona-Impfverordnung.









