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Zielgerichtete Tyrosinkinasehemmertherapie und Chemotherapie bei akuter lymphatischer Leukämie

In manchen Fällen offenbar so gut wie eine allogene Stammzelltransplantation.

Wenn bei erwachsenen Patienten eine Philadelphia-positive akute lymphatische Leukämie (ALL) durch eine erste Behandlung vollständig zurückgedrängt werden kann – Mediziner sprechen von kompletter Remission – wird derzeit die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation als weiterführende Maßnahme empfohlen. Inzwischen gibt es jedoch sogenannte Tyrosinkinasehemmer einer neueren Generation, die erfolgreich mit Chemotherapie kombiniert werden können. In einer zusammenfassenden Überblicksstudie wurde verglichen, wie die jeweiligen Erfolgsaussichten der Therapien sind. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift Cancer.

Die Forscher ermittelten die Ansprechraten nach einer dreimonatigen Behandlung mit den neuen Tyrosinkinasehemmern. Einbezogen wurden 39 Studien mit insgesamt 5.054 Patienten. Wenn nach einer Einleitungstherapie eine komplette molekulare Remission erreicht werden konnte und keine minimale Restkrankheit mehr nachweisbar war, fiel die Prognose günstiger aus. Dies galt unabhängig davon, ob sich die Patienten einer allogenen Stammzelltransplantation unterzogen oder nicht. Bei der allogenen Stammzelltransplantation erhalten die Patienten Blutstammzellen eines gesunden Spenders. 

Die Überlebensraten waren nach Erreichen einer kompletten molekularen Remission in der Transplantationsgruppe und Nicht-Transplantationsgruppe vergleichbar. Gleichzeitig stellten die Forscher fest, dass die Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer der neuen Generation den Anteil der Patienten, die eine komplette molekulare Remission erreichten, erhöhte und die Überlebensrate bei Patienten, die keine allogene Stammzelltransplantation erhielten, verbesserte.

Damit habe sich nach Ansicht der Studienautoren gezeigt, dass eine Kombination aus zielgerichteter Therapie mit einem Tyrosinkinasehemmer der neueren Generation und Chemotherapie bei Patienten, die bei Philadelphia-positiver ALL nach der Einleitungstherapie keine minimale Restkrankheit mehr aufweisen, zu vergleichbaren Überlebensvorteilen führt wie eine allogene Stammzelltransplantation. Womöglich könne die Stammzelltransplantation manchen Patienten erspart bleiben.

Quelle:

https://www.krebsgesellschaft.de/

 

© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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