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Auf das Rauchen verzichten – Herzkreislaufrisiko senken

Wer nach einer Krebsdiagnose das Rauchen nicht aufgibt, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere Herzkreislauferkrankungen.

Die krebsfördernden Effekte des Rauchens sind vielfach belegt. Doch auch in anderer Hinsicht schadet es Patienten, wenn sie nach einer Krebsdiagnose das Rauchen nicht aufgeben. Wie eine neue Untersuchung aus Korea belegt, haben Krebspatienten, die nach der Diagnose weiter rauchen, ein fast doppelt so hohes Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzkreislauf-bedingten Tod wie Nichtraucher. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift European Heart Journal veröffentlicht.

In ihre Analyse bezogen die Wissenschaftler die Daten von 309.095 Erwachsenen ab 20 Jahren ein, ca. die Hälfte davon Frauen, bei denen zwischen 2006 und 2013 eine Krebserkrankung diagnostiziert worden war. Diese hatten sich innerhalb der zwei Jahre vor und drei Jahre nach der Diagnose einer Gesundheitsuntersuchung unterzogen. Die Krebsdiagnose überlebten die Patienten mindestens drei Jahre. Rund 81% der Patienten rauchten nicht und blieben dabei auch nach der Krebsdiagnose, rund zehn Prozent gaben das Rauchen nach der Krebsdiagnose auf, 1,5% begannen nach der Krebsdiagnose mit dem Rauchen oder nahmen es wieder auf, 7,5% rauchten weiter.

Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herztod war unter den Rauchern erhöht – am stärksten bei denen, die nach der Krebsdiagnose weiterrauchten, gefolgt von denen, die damit erst begannen oder es wieder aufnahmen, und schließlich denen, die das Rauchen infolge der Krebsdiagnose aufgaben. Dies galt für Frauen und Männer gleichermaßen. Wer das Rauchen nach der Krebsdiagnose aufgab, konnte sein Risiko für Herzkreislaufereignisse um 36% gegenüber denen, die weiterrauchten, senken.

Einer von fünf Patienten, die auch nach der Krebsdiagnose weiterrauchten, reduzierte den täglichen Tabakkonsum um mindestens die Hälfte. Jedoch sank das Risiko dieser Patienten für Herzkreislaufereignisse dadurch nicht, es war genauso hoch wie bei Patienten, die die tägliche Zigarettenmenge nicht reduzierten. Es reiche also, so die Schlussfolgerung der Studienautoren, nicht aus, nach der Krebsdiagnose einfach weniger zu rauchen. Wer sein Risiko für schwere Herzkreislaufereignisse, die auch tödlich enden können, senken möchte, müsse auf das Rauchen ganz verzichten.

Quelle:

Auf das Rauchen verzichten – Herzkreislaufrisiko senken | DKG (krebsgesellschaft.de)

 

© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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