Hier finden Sie aktuelle Nachrichten, Berichte und Veranstaltungshinweise unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten in Halle (Saale). Wir informieren über Patiententreffen, Aktionen, medizinische Themen und Entwicklungen der Krebs-Selbsthilfe in Sachsen-Anhalt.
Gezielte Therapie bei wiederkehrender und voranschreitender akuter myeloischer Leukämie
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Geschrieben von: Simone Pareigis
Kategorie: Beiträge 2019
Wenn eine bestimmte genetische Veränderung in den Tumorzellen vorliegt, wirkt ein selektiv hemmendes Medikament unter Umständen besser als eine erneute Chemotherapie.
Erwachsene Patienten mit wiederkehrender oder fortschreitender akuter myeloischer Leukämie (AML), bei denen eine Veränderung (Mutation) im FMS-like Tyrosinkinase 3-Gen (FLT3) vorliegt, sprechen oft nur mäßig auf eine erneute Chemotherapie an. In dieser Situation kann unter Umständen eine medikamentöse Therapie mit einem selektiven FLT3-Hemmer von Vorteil sein, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine berichteten.
Psychoonkologie - Wenn der Krebs weg ist, doch die Panik bleibt
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Geschrieben von: Simone Pareigis
Kategorie: Beiträge 2019
Krebs ist eine lebensbedrohliche Situation. Die Therapie hinterlässt körperliche Narben, aber auch seelische, die oft vernachlässigt wurden. Bis jetzt. Warum die noch junge Psychoonkologie nicht nur für die Patienten ein Segen ist.
"Auf einer Skala von 1 bis 10 – Wie geht es Ihnen?"
"Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie stark fühlen Sie sich belastet?",
"Haben Sie minderjährige Kinder?"
"Wünschen Sie sich psychologische Unterstützung?"
Jährlich füllen Tausende Patienten im Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf diesen kleinen Fragebogen aus. Die meisten unter Schock. Ihnen wurde gerade gesagt, dass sie Krebs haben.
"Krebs hat Traumapotenzial. Trauma heißt, die uns mental stützende Struktur ist angeschlagen, in manchen Fällen gar zerbrochen", sagt Frank Schulz-Kindermann. Bei ihm landen die Fragebögen. Der eine bärige Gelassenheit ausstrahlende Sechziger leitet die Psychoonkologische Spezialambulanz der Hamburger Uniklinik.
Bewegung steigert die Lebensqualität bei Krebspatienten
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Geschrieben von: Simone Pareigis
Kategorie: Beiträge 2019
Krebspatienten wird regelmäßiges Ausdauertraining empfohlen. Dies verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität.
Schon lange lautet eine der wichtigsten Empfehlungen an Krebspatienten: Bewegen, so viel und so oft es geht. Dies verbessert das Befinden und steigert die Lebensqualität, auch oder vielleicht gerade bei einer solch schweren Erkrankung. Darauf verweisen Wissenschaftler erneut in der Fachzeitschrift Medicine & Science in Sports & Exercise.
Auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse erarbeitete ein Expertengremium auf Initiative des American College of Sports Medicine (ACSM) neue Empfehlungen für Krebspatienten in puncto Bewegung. Daran beteiligt waren auch Wissenschaftler aus Deutschland.
Es kann von Vorteil sein, in den ersten Wochen der Therapie bei neu diagnostiziertem multiplem Myelom eine Infektionsprophylaxe mit einem Antibiotikum durchzuführen.
Oft erleben Patienten mit multiplem Myelom im Krankheitsverlauf schwere Infektionen, die lebensbedrohlich werden können. Vor allem in den ersten Monaten nach der Diagnosestellung ist das Risiko erhöht, so lange, bis die Krankheit auf eine Therapie anspricht und damit unter Kontrolle kommt. Zur Vorbeugung von Infektionen kann es deshalb offenbar helfen, in den ersten Wochen der Krebstherapie eine zusätzliche Behandlung mit Antibiotika durchzuführen. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Lancet Oncology hervor.
ein bahnbrechender Patiententag "Von Patienten für Patienten" im Krukenberg Krebszentrum Halle (KKH) war in seiner Art was Einzigartiges. Ausschließlich Patienten haben zu den Themen: Langzeitüberleben, Psychoonkologie, Was ist eine Selbsthilfegruppe? bzw. Sozialrechtliche Aspekte referiert.
An unserem Info-Stand einige Gruppenmitglieder zusammen mit Frau Dr. Al-Ali
Ingolf aus unserer Gruppe erzählte aus seinen eigenen Erfahrungen mit Psychologen. Glücklicher Weise ist es heute flächendeckend in Deutschland so, dass eine psychologische Betreuung bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus seltener terminliche Probleme auftreten. Ganz anders sieht es bei einer ambulanten Betreuung aus. Leider ist es dort keine Seltenheit, dass Patienten meist über viele Monate bzw. auch ein ganzes Jahr auf einen Termin warten müssen. Wir in Sachsen-Anhalten können z.B. auf die Psychologen der Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft (SAKG) zurückgreifen. Frau Dr. Al-Ali lobte immer wieder die harmonische und außergewöhnlich gute Zusammenarbeit mit der SAKG.
Ich selbst durfte über Langzeitüberleben sprechen und ich lebe nun bereits schon über 16 Jahre nach meiner Erkrankung und bis einschließlich heute ohne Rezidiv. An dieser Stelle durfte ich auch erklären, was mir extrem gut tat und was weniger angenehm war. So griff ich die Themen „Welche Faktoren begünstigen Langzeitüberleben?, Beeinflussung meiner Lebensbereiche, Umgang mit meinem Körper bzw. Wohlbefinden seiner Psyche“ auf.