Liebe Freunde, liebe Besucher,
gestern waren zwei Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle wieder im Städtischen Klinikum Dessau auf der onkologischen Station 16 zu Besuch. Es ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden: Zweimal im Jahr kommen wir auf die Station, um gemeinsam mit den Patienten Plätzchen zu backen und damit ein Stück Normalität und Freude in den Klinikalltag zu bringen.
Schon beim Betreten der Station lag bald ein vertrauter, wohltuender Duft in der Luft…frisch gebackene Plätzchen, die für einen Moment die Sorgen und Belastungen in den Hintergrund treten lassen. Gerade für Menschen, die sich in einer schweren gesundheitlichen Situation befinden, sind solche kleinen gemeinsamen Aktivitäten von unschätzbarem Wert.
Da viele onkologische Patienten unter Problemen mit der Mundflora oder empfindlichen Schleimhäuten leiden, habe ich bereits vor einigen Jahren begonnen, spezielle Rezepte zu entwickeln. Nach vielen Versuchen entstanden schließlich meine liebevoll genannten „zahnfleischfreundlichen Plätzchen“. Sie sind besonders schonend, gut verträglich und dennoch lecker und werden jedes Mal mit großer Freude angenommen.
Gemeinsam mit Marianne durfte ich heute wieder erleben, wie viel positive Energie in solchen Momenten steckt. Zusammen mit den teils schwerstkranken Patienten haben wir den Teig zubereitet, Plätzchen ausgestochen und mit viel Hingabe verziert. Dabei wurde gelacht, erzählt und für einen Augenblick der Klinikalltag vergessen.
Diese besondere Aktion ist Teil einer langjährigen Zusammenarbeit mit Prof. Behre, die mittlerweile seit rund 20 Jahren besteht. Besonders eng verbunden fühlen wir uns, denn ich kenne Prof. Behre noch aus vergangenen Zeiten am Universitätsklinikum Halle.
Solche Tage zeigen immer wieder: Es sind oft die kleinen Gesten, die Großes bewirken können.
Eure Simone









