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Prof. Schmoll
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Turnusmäßiges SHG-Treffen mit Dr. Behlendorf am 05.05.2026

Liebe Freunde, liebe Besucher,

am 05.05.2026 war es wieder soweit: Dr. Behlendorf besuchte unsere Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten. Diesmal jedoch nicht für einen klassischen Vortrag. Stattdessen stand der Nachmittag ganz im Zeichen des offenen Austauschs. Und Fragen gab es viele.

In angenehmer und vertrauensvoller Atmosphäre nahm sich Dr. Behlendorf Zeit, auf die unterschiedlichsten Themen rund um die Krebsbehandlung und Nachsorge einzugehen. Besonders intensiv wurde über die Einnahme von Medikamenten nach einer Krebstherapie gesprochen. Viele Betroffene sind unsicher, welche Medikamente notwendig sind, welche Wechselwirkungen entstehen können und worauf langfristig geachtet werden muss.

Auch eine sehr persönliche Frage wurde gestellt: Was bevorzugt ein Arzt? Den gut informierten Patienten oder den Patienten, der einfach vertraut und keine Fragen stellt? Die Antwort fiel eindeutig aus: Ein wissender Patient, der nachfragt, sich informiert und aktiv mitarbeitet, ist wichtig. Denn nur gemeinsam können Arzt und Patient die bestmöglichen Entscheidungen treffen. Gleichzeitig wurde aber auch deutlich, wie entscheidend Vertrauen in den behandelnden Arzt bleibt.

Im weiteren Verlauf des Abends ging es unter anderem um Darmspiegelungen, Therapietreue, die Bedeutung der Mundflora sowie um die oft schwierigen Entscheidungen vor Beginn einer ersten Therapie. Dabei fielen immer wieder drei zentrale Begriffe, die fast schon zu „Schlüsselwörtern“ des Abends wurden: Tumorboard, Zweitmeinung und Vertrauen.

Besonders eindringlich sprach Dr. Behlendorf darüber, wie wichtig Offenheit gegenüber den behandelnden Ärzten ist. Gerade in der Vorbereitungsphase einer Therapie müssen alle relevanten Informationen auf den Tisch. Leider verschweigen noch immer viele Patienten, welche zusätzlichen Mittel sie aus der Apotheke, dem Internet oder aus alternativen Bereichen einnehmen. Doch genau solche Präparate können Therapien beeinflussen oder sogar deren Wirkung abschwächen. Wenn eine Behandlung dann nicht wie gewünscht anschlägt, ist die Enttäuschung oft groß.

Der Nachmittag zeigte einmal mehr, wie wertvoll der direkte Austausch zwischen Medizinern und Betroffenen ist. Keine Folien und kein Vortrag, sondern ehrliche Gespräche, offene Fragen und viele wichtige Informationen, die allen Mitgliedern noch lange in Erinnerung bleiben werden.

Eure Simone

 
© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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