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Pilzinfektionen nach Stammzelltransplantation

Eine gefürchtete Komplikation, bei der rasch gehandelt werden sollte.

Patienten, die sich wegen einer Krebserkrankung des blutbildenden oder lymphatischen Systems (Leukämien, Lymphome, multiples Myelom) einer allogenen Stammzelltransplantation unterziehen müssen, bei der blutbildende Stammzellen eines gesunden Spenders übertragen werden, haben ein erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen. Diese werden oft erst spät erkannt, können aber zu ernsthaften Komplikationen führen, weshalb erhöhte Aufmerksamkeit geboten ist. Darüber berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift best practice onkologie.

Infektionen sind beispielsweise mit Aspergillus und Pilzen der Mucorales-Ordnung (Aspergillose und Mukormykose) möglich - Schimmelpilze, die allgemein vorkommen und Personen mit gesunder Immunabwehr nicht gefährden. Klassischerweise treten sie bei Patienten mit stark geschwächtem Immunsystem, wie bei einer allogenen Stammzelltransplantation, im Bereich der oberen und unteren Atemwege auf. Mögliche erste Symptome für eine Schimmelpilzinfektion sind anhaltendes unklares Fieber, eine Lungenentzündung, die sich trotz Antibiotikatherapie nicht bessert, trockener Husten, Blutspucken und Schmerzen im Rippenfell. Breitet sich eine Aspergillose oder Mukormykose aus, können neben der Lunge auch die Augen, die Herzklappen, die Knochen, die Haut und das zentrale Nervensystem (ZNS) befallen werden. Es kann dann beispielsweise zu Wesensveränderungen, neurologischen Ausfällen oder Krampfanfällen kommen.

Bei Patienten mit hohem Risiko für eine Pilzinfektion sollte eine Prophylaxe mit einem Antimykotikum durchgeführt werden. Entsteht aufgrund verdächtiger Symptome der Verdacht, dass eine Pilzinfektion eingetreten sein könnte, sollte unverzüglich eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. 

Quelle:

https://www.krebsgesellschaft.de/

 

 

© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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