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Informationen der Selbsthilfegruppe (2021)

Was für ein wunderschöner Tag!!!

Nach vielen Monaten hatten wir heute mal wieder ein SHG-Treffen. Wir haben uns entschieden, uns bei Händel auf dem Marktplatz zu treffen und ganz spontan zu entscheiden, wo wir einkehren wollen. Nach ganz kurzem Austausch stand fest, dass der Italiener das beste Eis hat und fanden auch ohne Probleme einen passenden Tisch.

Der Austausch war heute sehr intensiv, denn das letzte Präsenz-Treffen fand im September 2020 statt. Man hat schon gemerkt, dass die anwesenden Mitglieder Nachholbedarf und vielerlei Hinsichten hatte. Es ist ja doch etwas ganz anderes, ob man zu zweit telefoniert oder zu sechst gemütlich am Tisch zusammensitzt und die Neuigkeiten austauschen kann. Und da gab es wahrhaftig viel zu berichten.

Im Alter von nur 57 Jahren ist am 29. Juni 2021 unser langjähriges Mitglied

Ingolf Seidel

verstorben.

Wir sind alle tief betroffen, dass Ingolf jetzt so schnell von uns gegangen ist, hat er doch über Jahre Hoffnung, Zuversicht und mit aller Kraft gegen seine Krankheit angekämpft.

Der Selbsthilfegruppe gehörte er von 2018 bis 2021 an. Ingolf nahm an zahlreichen Veranstaltungen teil, in denen er sich unermüdlich engagierte, durch sein Wissen bzw. soziale Kompetenz ein gefragter Gesprächspartner war und erfuhr hier eine hohe Wertschätzung. Seine stets höfliche und humorvolle Art wird uns fehlen und sein Andenken wird für alle Zeit einen festen Platz bei uns haben.

Er wird uns in bester Erinnerung bleiben. Wir empfinden tiefes Mitgefühl mit der Familie, den Angehörigen und Freunden von Ingolf.

Die Mitglieder der SHG f. Leukämie- und Lymphompatienten Halle (S.)

Nashville/Tennessee – Die Behandlung von COVID-19-Patienten mit Rekonvaleszentenplasma (Serum­therapie), die aufgrund des hohen Aufwands und der insgesamt unbefriedigenden Ergebnisse in vielen anderen Bereichen wieder aufgegeben wurde, könnte bei Patienten mit hämatologischen Krebserkran­kungen erfolgreich sein, wie die Erfahrungen von US-Krebszentren in JAMA Oncology (2021; DOI: 10.1001/jamaoncol.2021.1799) zeigen.

Patienten mit Leukämien, Lymphomen oder einem Plasmozytom sind besonders anfällig für einen schwe­ren Verlauf von COVID-19, weil die Erkrankung und auch viele Behandlungen das Immunsystem schwächen. Das COVID-19 and Cancer Consortium, zu dem sich 124 Zentren in Nord- und Südamerika zusammengeschlossen haben, prüft derzeit, ob den Patienten mit einer Serumtherapie geholfen werden kann.

Unser Ingolf hat seine Krankengeschichte am heutigen Tag aktualisiert. Ihm ist es ein Anliegen, dass seine „außergewöhnliche“ Epikise publiziert wird. Es begann 2016 mit einer CLL und schnell folgende 2017 ein MDS. Ingolf wurde allogen im UKH transplantiert und entwickelte Ende 2020 leider eine AML.

Seine Krankheitsverlauf ist für ALLE Gruppenmitglieder nicht einfach und wir bewundern seinem Mut bzw. seine bahnbrechende Offenheit.

Hier könnt Ihr seine Geschichte bzw. seine Ergänzung vom 21.06.2021 lesen.

Eure Simone

Aktuell in Cancer Discovery publiziert

An Krebs erkrankte Patientinnen und Patienten haben bei einer Infektion mit dem Coronavirus ein erhöhtes Risiko für einen schweren Covid-19-Krankheitsverlauf. Eine neue Studie der Klinischen Kooperationseinheit (KKE) Translationale Immunologie und der Abteilung für Immunologie am Universitätsklinikum Tübingen sowie des Robert Bosch Centrums für Tumor-erkrankungen (RBCT) in Stuttgart zeigt nun, dass eine eingeschränkte Immunantwort, bedingt durch die Krebserkrankung selbst oder die Krebstherapie, die Ursache hierfür sein kann. Mithilfe der neuen Erkenntnisse hat das Forschungsteam einen Impfstoff entwickelt, der in Krebspatientinnen und -patienten eine gezielte T-Zell-Antwort gegen das Coronavirus induzieren soll. Die Forschungsergebnisse der neuen Studie sind aktuell in der Fachzeitschrift Cancer Discovery publiziert.

Wenn die Krankheit auf verschiedene Therapien nicht ausreichend anspricht, kann eine Kombination zweier zielgerichteter Substanzen womöglich die Aussichten verbessern.

Wenn ein B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom zurückkehrt bzw. auf bisherige Therapien nicht ausreichend anspricht, kann eine zielgerichtete Kombinationstherapie mit einem Anti-CD20-Antikörper und einem PI3K-Hemmer die Aussichten der Betroffenen verbessern. Das geht aus den Ergebnissen der CHRONOS-3-Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Lancet Oncology veröffentlicht wurden.

Die Phase III-Studie fand weltweit in 186 Kliniken statt. 458 Patienten ab 18 Jahren wurden als Teilnehmer aufgenommen. Sie litten an einem CD20-positiven B-Zelllymphom und hatten mindestens zwei Therapien hinter sich. Nach der letzten Therapie mit einem Anti-CD20-Antikörper war es erneut zu einem Rückfall gekommen. Nun erhielten die Patienten eine Kombination aus Anti-CD20-Antikörper und PI3K-Hemmer oder den Anti-CD20-Antikörper plus ein Scheinmedikament (Placebo).

Die Zahl der weltweit an dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankten Menschen steigt weiterhin an. In Deutschland hatte die erste Welle der Neuerkrankungen ihren Höhepunkt im März 2020 und die zweite Welle Mitte Dezember erreicht. Aktuell steigt die Zahl der Neuerkrankten vor allem aufgrund der höheren Übertragbarkeit der SARS-CoV-2-Variante B.1.1.7. erneut an. Ausbrüche finden in Hot Spots mit einem raschen Anstieg Infizierter in einem sehr kurzen Zeitraum statt, aber auch disseminiert aufgrund der hohen Zahl asymptomatischer SARS-CoV-2-Träger.

Weltweit und auch in Deutschland wurden nicht-pharmakologische Maßnahmen und in zunehmendem Maße Schutzimpfungen zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des Virus organisiert.

Patient*innen mit malignen hämatologischen Erkrankungen oder fortgeschrittenen soliden Tumoren, deren Erkrankung nicht in Remission ist, sowie Patient*innen unter aktueller systemischer Therapie, haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 und eine erhöhte Mortalität. Krebspatient*innen und Patient*innen mit Erkrankungen des Blutes wird geraten, besonders achtsam zu sein und den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden, vor allem zur freiwilligen Isolation und zur Schutzimpfung, zu folgen. Gleichzeitig darf die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus nicht die Bekämpfung einer bereits existierenden, lebensgefährlichen Erkrankung wie Krebs beeinträchtigen.

Antikörper-Medikamente könnten Ruder in der Pandemie herumreißen. In Alten verringerten sie das Sterbe-Risiko drastisch.

Dessau-Roßlau - Das Städtische Klinikum Dessau war Mitte März eines der ersten Krankenhäuser deutschlandweit, das Corona-Risikopatienten mit Antikörper-Medikamenten aus den USA behandeln durfte. Etwas mehr als einen Monat später berichtet Professor Dr. Gerhard Behre, Chefarzt für Innere Medizin, fast schon euphorisch von den damit erzielten Erfolgen.

„Durch die Antikörper ist für Risikopatienten in Dessau die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Verlaufs von 75 auf sieben Prozent gesunken“, so Behre am Dienstag. Ein schwerer Verlauf könne in 70 Prozent der Fälle verhindert werden. Inzwischen hat sich die Mortalität durch zwei weitere Todesfälle zwar auf 21 Prozent erhöht, was allerdings noch immer ein deutlich niedrigeres Sterbe-Risiko ist als ohne das Medikament.

Insgesamt haben in Alten bislang 14 Patienten die Antikörper erhalten. Nur zwei von den 14 mussten auf die Intensivstation verlegt werden, beide sowie ein weiterer sind dann allerdings verstorben. Die Wirksamkeit sei dennoch beeindruckend, erklärte Behre.

Eine gesunde ausgewogene Ernährung kann viel zur Genesung bei Krebserkrankungen beitragen. Aber es empfiehlt sich, mit den behandelnden Ärzten und Ernährungsspezialisten darüber zu sprechen, um während der notwendigen Krebstherapien keine unnötigen Risiken einzugehen.

Wenn Krebspatienten durch eine gesunde Ernährung etwas zu ihrem Genesungsprozess beitragen wollen, empfiehlt es sich, mit den behandelnden Ärzten bzw. ausgebildeten Diätexperten darüber zu sprechen. Womöglich eingenommene Nahrungsergänzungsmittel und spezielle Diäten sollten die Krebstherapien nach Möglichkeit nicht beeinflussen, und Mangelerscheinungen sollten vermieden werden. Darauf verweist ein zusammenfassender Artikel in der Fachzeitschrift Der Onkologe.

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© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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