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Informationen der Selbsthilfegruppe (2019)

Kann bei besonders aggressiver Erkrankung womöglich mitunter vorteilhaft sein.

Möglicherweise können Patienten mit peripherem T-Zelllymphom von einer autologen Stammzelltransplantation profitieren, selbst wenn sie schon auf eine erste Therapie mit einem kompletten Ansprechen reagiert haben. Davon berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Cancer.

Insgesamt nahmen 213 Patienten mit einem peripheren T-Zelllymphom teil, die auf eine erste Therapie mit einem kompletten Ansprechen reagiert hatten. Von ihnen hatten 119 ein nodales, also die Lymphknoten betreffendes, peripheres T-Zelllymphom wie ein anaplastische-Lymphom-Kinase-negatives anaplastisches großzelliges Lymphom oder ein angioimmunoblastisches T-Zelllymphom. Von diesen 119 Patienten unterzogen sich 36 einer autologen Stammzelltransplantation, um das komplette Ansprechen zu konsolidieren. Bei den übrigen 83 Patienten wurde auf den Eingriff verzichtet. Bei der autologen Stammzelltransplantation werden dem Patienten gesunde eigene Stammzellen zurückübertragen.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) arbeitet intensiv an der Zukunft der Krebsmedizin: Im April und Mai starten mehrere Studien für neue maßgeschneiderte Medikamente gegen Krebs. „Wir wissen heute, dass es hunderte Krebserkrankungen gibt, die sich gegeneinander abgrenzen lassen. Jede dieser Einzelerkrankungen kann sich zudem von Patient zu Patient unterscheiden und im Verlauf der Erkrankung weiter verändern. Die moderne, so genannte personalisierte Krebsmedizin, schneidet die gesamte Behandlung optimal auf den einzelnen Patienten zu“, sagt Prof. Martin Bornhäuser, Geschäftsführender Direktor am NCT/UCC Dresden und Direktor der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden im Vorfeld des am 4. Februar stattfindenden Weltkrebstages. Neben dem Einsatz maßgeschneiderter medikamentöser Therapien entwickelt das NCT/UCC Dresden auch entsprechende Konzepte für den OP, bei denen Patientendaten zum Planen und Ausführen operativer Eingriffe herangezogen werden. Zum Beispiel sollen innovative Systeme künftig die optimale Schnittführung oder Risikostrukturen in Echtzeit anzeigen. Damit Patienten unmittelbar von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren, arbeiten am NCT/UCC Dresden Ärzte und Wissenschaftler des Universitätsklinikums Dresden, der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden, des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Hand in Hand. Alle Kräfte im Kampf gegen Krebs zu bündeln, ist auch das Ziel der Bundesregierung. Das Bundesforschungsministerium hat deshalb am 29. Januar die „Nationale Dekade gegen Krebs“ ausgerufen.
 

Krebs zu überleben heißt nicht, sich gesund zu fühlen. Viele Patienten leiden unter den Langzeitfolgen der aggressiven Behandlungen. Vor allem Kinder trifft es besonders hart.

Berlin/Mainz. Eine ungewöhnliche Form, Social Media zu nutzen, hat sich der Blogger Jules (26) angeeignet: In seinen Videos auf Youtube dreht sich alles um das Thema Krebs

      • Wie fing die Krankheit an?
      • Was isst man als Patient?
      • Hilft Cannabis gegen Krebs?
      • Wann wachsen die Haare wieder?

So lauten die Titel der Videos auf seinem Youtube-Kanal „Chemoblog“, der sich besonders an Betroffene und ihre Angehörigen richtet.

Der Blogger aus Mainz ist nun krebsfrei und fragt sich, wie es jetzt weitergeht – ein Thema, das viele Menschen beschäftigt. In der Bundesrepublik leben nach Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten mehr als eine Million Menschen, die ihre Krebsdiagnose um mindestens zehn Jahre überlebt haben.

Neue Forschungsstrategie gegen den Krebs auf den Weg gebracht.

Krebserkrankungen möglichst verhindern, Heilungschancen durch neue Therapien verbessern, Lebenszeit und -qualität von Betroffenen erhöhen - das sind die Ziele der "Nationalen Dekade gegen Krebs". Heute ist der Startschuss für die Initiative unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefallen.

Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache und die Krankheit, die den Menschen am meisten Angst macht. Im Kampf gegen die Erkrankung wird das BMBF zusammen mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und vielen weiteren Partnern aus Forschung, Versorgung und Selbsthilfe die Aktivitäten zur Krebsbekämpfung verstärken und bündeln. Dies wurde in einer Gemeinsamen Erklärung vereinbart.

Liebe Freunde, liebe Besucher

am gestrigen Abend stand unsere Selbsthilfegruppe, im Besonderen unsere Leiterin Simone, im Vordergrund. Die Eröffnung der Fotoausstellung „Engagement zeigt Gesicht“ zu Ehren der Botschafter der Wärme stand auf unserem Plan.

Unsere Simone wurde durch das Verbundnetz der Wärme (https://verbundnetz-der-waerme.de/) im vergangenen Mai zur „Botschafterin der Wärme“ gekürt und erhielt berechtigter Weise für ihr beharrliches Engagement ihre Fotoausstellung zu diesem Thema im Ratshof Halle (S.). Viele besondere Gäste sind ihrer Einladung gefolgt und waren doch teilweise positiv erstaunt, was Selbsthilfe zu leisten vermag.

Liebe Freunde, liebe Besucher,

am Montag stand auf unserer Agenda ausschließlich organisatorische Angelegenheiten.

U.a. werteten wir das vergangene und sehr erfolgreiche Jahr 2018 aus. Immerhin konnten wir drei Imagefilme mit TV Halle drehen und nahmen an zahlreichen Veranstaltungen mit einem eigenen Infostand teil.

Da wir eine Selbsthilfegrippe mit vielen Ideen im Kopf sind, haben wir gemeinsam diskutiert, wie wir an der Umsetzung arbeiten. Lasst Euch einfach überraschen.

Liebe Freunde, liebe Besucher,

am Freitag wurde mir die Gelegenheit geboten, beim Onkologisch Pharmazeutischen Fachkongress in Hamburg zum Thema „meine.WEGA – meine webbasierte Gesundheitsakte“ zu referieren. Herr Klaus Meier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Onkologische Pharmazie hatte mich bereits vor vielen Monaten angefragt, ob ich nach Hamburg kommen könnte und gern bin ich der Einladung gefolgt, die für mich als Patientenvertreter keine Selbstverständlichkeit ist. Der Saal war voll, also Interesse seitens der Zuhörer war da und diese Erfahrung stärkt mich, mit meinem Ehrenamt fortzufahren. Zusammen mit Dr. Warnke aus Potsdam und Prof. Meibohm aus Memphis (USA) ging es in unserer Session um Zukunftspläne

Simone & Klaus Meier

Das Risiko für bestimmte Krebsarten ist erhöht.

Die Chancen, eine Erkrankung an Morbus Hodgkin zu überleben, stehen gut. Allerdings haben die Betroffenen anschließend zeitlebens ein erhöhtes Risiko für weitere Krebserkrankungen, worüber sie Bescheid wissen sollten. Das geht aus den Ergebnissen einer Studie in der Fachzeitschrift Cancer hervor.

In der Studie werteten die Wissenschaftler die Daten von 1.136 Patienten aus, die zwischen 1955 und 1986 vor dem 17. Lebensjahr an Morbus Hodgkin erkrankt waren und diese Erkrankung überlebt hatten. Sie wurden im Schnitt rund 27 Jahre lang nachbeobachtet.

Bei jüngeren Patienten unter Umständen vorteilhaft.

Bei Patienten mit Mantelzelllymphom, die höchstens 65 Jahre alt sind, kann sich unter Umständen eine autologe Stammzelltransplantation nach einer Einleitungschemotherapie lohnen. Das berichten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Journal of Clinical Oncology.

Bei einer autologen Stammzelltransplantation erhält der Patient eigene blutbildende Stammzellen zurück, nachdem diese zuvor von den erkrankten Zellen gereinigt wurden. Diese Therapie wird geeigneten Patienten mit Mantelzelllymphom angeboten, da sie hierdurch potenziell von ihrer Krankheit geheilt werden können. In der aktuellen Studie wurden rückblickend die Daten von 1.029 Patienten bis 65 Jahre ausgewertet, die an einem von 25 medizinischen Zentren behandelt und anschließend durchschnittlich sechs Jahre lang beobachtet worden waren.

Mit fünf zugelassenen Tyrosinkinasehemmern (TKI), von denen keiner eine sichere Heilung verspricht, könnte man sich fragen, ob es sinnvoll sei, die Lücken mit Medikamenten zu füllen, die ähnliche Wirkmechanismen haben und keinen völlig anderen Behandlungsansatz zur Auslöschung der Erkrankung darstellen.

Es gibt immer noch einen Teil der CML-Patienten, die auf die zugelassenen TKI nicht richtig ansprechen oder diese nicht vertragen – und mit einer unwirksamen Behandlung das Risiko einer lebensbedrohlichen Progression der Erkrankung tragen. Einige Patienten haben, selbst wenn ein dringendes medizinisches Bedürfnis (z.B. resistente Mutationen) dafür bestünde, traurigerweise keinen Zugang zu den aktuellen TKI der zweiten Generation (Dasatinib, Nilotinib, Bosutinib) oder der dritten Generation (Ponatinib).Zusätzlich erreicht etwa ein Drittel der CML-Patienten zwar ein gutes Ansprechen, erreicht aber nie in eine MR4-Remission und können deshalb nicht an einem Versuch zur behandlungsfreien Remission teilnehmen. Ein wirksameres Medikament würde vermutlich die Wahrscheinlichkeit einer behandlungsfreien Remission verbessern.

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© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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