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Informationen der Selbsthilfegruppe (2020)

Rückblickende Daten zeigen, dass die Therapie wirkt und weitgehend gut vertragen wird.

Eine Dreifachtherapie mit einem Proteasomhemmer, einem Immunmodulator und einem Glukokortikoid wirkt bei Patienten mit wiedergekehrtem bzw. voranschreitendem multiplem Myelom auch außerhalb klinischer Studien gut und ist weitgehend verträglich. Das zeigen die Ergebnisse einer rückblickenden Auswertung von Daten aus Griechenland, Großbritannien und Tschechien, in denen Patienten unter Alltagsbedingungen mit einer solchen Kombinationstherapie behandelt worden waren. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Annals of Hematology veröffentlicht.

Liebe Freunde, liebe Besucher,

gestern fand ein Vortrag für Betroffene, Angehörige und Interessierte in der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) in Halle (Saale) zum Thema „Moderne Krebstherapien in der ambulanten Versorgung statt.

Referentin war die geschätzte Direktorin des Krukenberg Krebszentrum Halle bzw. Oberärztin für Hämatologie und Internistische Onkologie am Universitätsklinikum Halle (S.) Frau Dr. Al-Ali,

Frau Dr. Al-Ali (Krukenberg Krebszentrum Halle) & Sven Hunold (SAKG)

Wenn es eine Ärztin schafft die Zuhörer zu fesseln, dann ist das die mitreißende Art von Frau Dr. Al-Ali. Ihr könnte man stundenlang zuhören, ohne dass es langweilig wird. Sie ist eine Ärztin, die auf die Interessen bzw. Wünsche ihrer Patienten eingeht. Sie hat anhand von Beispielen erläutert, wie Lebensqualität aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und gelebt wird. Genau solche wahren Begebenheiten mit einem Happy End wollen Patienten hören und schöpfen nicht selten daraus Kraft für ihren eigenen Krankheitsverlauf.

Eine zusätzliche Antikörpertherapie bei einem Lymphom des Zentralen Nervensystems schränkt die gesundheitsbezogene Lebensqualität nicht ein.

Patienten mit einem Lymphom des Zentralen Nervensystems (ZNS) profitieren von einer Therapie mit einem sogenannten Anti-CD20-Antikörper, der zur hochdosierten Standardchemotherapie hinzugefügt wird. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität leidet unter der zusätzlichen Therapie nicht. Dies berichteten Wissenschaftler in der Fachzeitschrift JAMA Oncology.

Liebe Freunde, liebe Besucher,

auch beim 3. Treffen während der Corona-Pandemie stellen uns manche organisatorischen Angelegenheiten vor eine Herausforderung.

Das offizielle Gründungstreffen der SHG für „Transplantierte“ mit hämatologischem Hintergrund mussten wir nun schon zum 2 Mal Corona bedingt verschieben.

Heute beschäftigten wir uns außerdem mit korrekt ausgefüllten REHA-Anträgen, die dazugehörigen Fristen und gut gemeinten Hinweisen.

Unsere Blusen bzw. Softshelljacken sind auch fertig und so wurden einige an Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe ausgehändigt, die regelmäßig an Veranstaltungen mit Standdienst teilnehmen. Selbstverständlich sind wir den Farben rot / gelb treu geblieben.

Andreas & Roswita im neuen Look

Unter bestimmten Umständen eine wirkungsvolle Option.

Nach einer allogenen Stammzelltransplantation bei akuter myeloischer Leukämie (AML) kann unter Umständen eine Erhaltungstherapie mit einem Multikinasehemmer die Prognose verbessern. Voraussetzung dafür ist, dass eine bestimmte Eigenschaft in den Krebszellen, eine sogenannte FLT3 internale Tandemduplikation ( FLT3-ITD), vorliegt, wie dem Bericht in der Fachzeitschrift Lancet Oncology zu entnehmen ist.

An der Phase III-Studie aus China nahmen 202 Patienten im Alter von 18 bis 60 Jahren teil, die an FLT3-ITD-AML litten und sich einer allogenen Stammzelltransplantation unterzogen. Dabei werden zunächst die körpereigenen Blutzellen der Erkrankten zerstört, anschließend erhalten die Patienten Blutzellen eines gesunden Spenders und bauen ein neues blutbildendes System auf. Bei allen Teilnehmern schlug die Stammzelltransplantation gut an, sie erlebten eine komplette Remission, bei der keine kranken Zellen im Blut mehr nachweisbar waren. Anschließend erhielt ein Teil der Patienten eine Erhaltungstherapie mit einem Multikinasehemmer, der andere Teil als Kontrollgruppe nicht.

Berlin – CAR-T-Zellen sind mittlerweile an 26 Zentren in Deutschland verfügbar. Mehr als 300 Patienten wurden damit behandelt. Das berichtet die Deutsche Gesellschaft für Hä­ma­tologie und Medizinische Onkologie (DGHO). Laut einer Umfrage der Fach­gesellschaft sind die Erfahrungen der Zentren mit der Behandlung gut.

Die ersten beiden kommerziellen CAR-T-Zellprodukte wurden im August 2018 von der European Medicines Agency (EMA) zugelassen und kurz darauf auf dem deutschen Markt eingeführt. Beide Produkte enthalten chimäre Antigen-Rezeptoren gegen CD19, ein Ober­flächenmolekül von B-Lymphozyten.

Axicabtagen-Ciloleucel (Yescarta) wird eingesetzt bei bestimmten Patienten mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) und bei bestimmten Patienten mit primär medias­tinalem großzelligem B-Zell-Lymphom (PMBCL).

„Datenschutzbedenken sind Bedenken von gesunden Menschen – Kranke muss man nicht überzeugen, ihre Daten zu spenden.“ Zu diesem Satz von Patientenvertreterin Simone Pareigis wollte ich mehr wissen. Was muss sich ändern, damit ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem gelingt, gesundheitspolitisch, aber auch durch jeden Einzelnen? Warum können von der Digitalisierung alle profitieren – am besten von Geburt an?

 

Warum jeder Mensch von Geburt an eine cloudgespeicherte Gesundheitsakte braucht und was sich ändern muss, damit Deutschland nicht länger digitales Entwicklungsland bleibt: Über diese Fragen haben ich mit Patientenvertreterin Simone Pareigis gesprochen, die sich seit einem Jahrzehnt für eine digitale Gesundheitsakte einsetzt.

Frau Pareigis, Sie sprechen von einer Gesundheitsakte, nicht von einer Patientenakte. Warum braucht jeder Mensch eine solche digitale Akte?

Liebe Freunde, liebe Besucher,

was für ein schönes Gruppentreffen. Wir haben über unser neuestes Projekt gesprochen, welches wir gern im Herbst starten möchten. Hoffentlich kommt uns nicht eine zweite Corona-Welle dazwischen. Denn immerhin mussten wir schon einmal verschieben.

Zwar hatten wir uns bereits Ende Juni getroffen, trotzdem bestand noch viel Redebedarf. Es gab Vorkommnisse, über die wir uns gern gemeinsam austauschten und nach Lösungen gesucht haben.

Eine Dreifachtherapie kann Besserung bringen.

Wenn ein multiples Myelom nicht oder nicht mehr auf die bisherige Behandlung anspricht bzw. nach einiger Zeit wiederkehrt, kann womöglich eine Kombination aus drei verschiedenen Wirkstoffen helfen: einem Anti-CD38-Antikörper, einem Proteasom-Hemmer und einem Glukokortikoid. Darüber berichteten Wissenschaftler auf dem 25. Kongress der European Hematology Association im Juni dieses Jahres.

An der Phase III-Studie hatten 302 Patienten zwischen 33 und 90 Jahren teilgenommen, die zuvor bereits mit einer bis drei Therapien behandelt worden waren, deren multiples Myelom jedoch immer weiter voranschritt. Sie erhielten nun entweder eine Behandlung mit einem Proteasom-Hemmer und einem Glucocorticoid oder dazu noch einen neuen Anti-CD38-Antikörper. Die Therapie wurde so lange fortgesetzt, bis die Krankheit weiter voranschritt oder zu starke Nebenwirkungen auftraten.

Wenn die autologe Stammzelltransplantation versagt und die Krankheit weiter voranschreitet.

Wenn eine Erkrankung am Hodgkin-Lymphom weiter voranschreitet, obwohl bereits eine autologe Stammzelltransplantation durchgeführt wurde bzw. eine solche gar nicht erst möglich ist, stehen nur noch begrenzt Therapieoptionen zur Verfügung. In einer solchen Situation kann unter Umständen eine Immuntherapie mit einem PD-1-Blocker vorteilhaft sein, wie Wissenschaftler anlässlich der diesjährigen Jahrestagung European Hematology Association (EHA) von einer Studie berichteten.

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© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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