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Gemeinsame Jahrestagung in Wien vom 18.-22.10.13

Liebe Freunde, liebe Besucher,

am vergangen Freitag setzte ich mich ins Auto um in Wien an der Gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie teilzunehmen.

Im Rahmen der diesjährigen Referate legte ich als langjährige Selbsthilfegruppenleiterin meinen Schwerpunkt auf die Vortragsreihe "Armut und Krebs". Die Gesellschaft ist bei diesem wichtigen Thema aufgerufen, die Versorgungssicherheit für uns Patienten auf ALLEN Ebenen zu sichern. Diesbezüglich hier ein paar wichtige Aspekte ausden Vorträgen:

Vortragsreihe "Krebs und Armut: die psychoonkologische Perspektive"

- Erschwertes Leben mit einer Krebserkrankung
- Das Risiko durch eine chronische Krebserkrankung in die Armut zu rutschen ist als sehr wahrscheinlich anzusehen
- Bei der Beratung von Krebspatienten spielt die wirtschaftliche Fragestellung des Patienten eine zunehmende Rolle
- Armuts-Risikogruppen müssen in der Beratung frühzeitig erkannt werden
- Um Betroffene mit niedrigem Sozial-und Bildungsstatus zu erreichen, werden Nutzeranalysen benötigt.
- Stärkung des ambulanten Beratungssektors
- Armut erhöht das Krebsrisiko
- Mangelnde und einseitige Ernährung
- Alkohol- bzw. Nikotinkonsum
- Psychische Belastungen
- Unzureichende Präventivmaßnahmen
- verspätete bzw. unzureichende Arztbesuche
- fehlende soziale Unterstützung
- Arzt-Patienten-Kommunikation
- Grundlage für ein vertrauensvolles Gespräch, ist eine gelungene Informationsvermittlung, umfangreiche Beachtung

Vortragsreihe "Fatigue"

- Bewegung als Hilfsmittel zur Heilung. Bewegung trainiert nicht nur Herz und Körper, sondern auch das Immunsystem. Folgende Nebenwirkungen der Krebsmedikation können durch Bewegung gemildert bzw. vermieden werden.
- Müdigkeitserscheinungen bzw. Mattigkeit
- Schmerzen
- Übelkeit
- Appetitslosigkeit
- Gewichtsschwankungen
- Darmträgheit und Verstopfungen
- Schlafstörungen
- Ängste
- Depressionen
- Herzprobleme
- Knochenprobleme

Vortragsreihe "CLL"

- Folgende wichtige Aussagen wurden diesbezüglich getroffen:
- Kombinierte Therapien (FCR, BR, Cib-R) sind heutzutage ein fixer Bestandteil bei der Behandlung von CLL-Patienten
- Für definierte Therapiesituationen werden Chemotherapie-freie Optionen auf der Basis von Antikörper bereits heute eingesetzt
- Alemtuzumab für rezidivierte / refraktäre CLL (inkl. 17p-/TP53mut)
- Ofatumumab in der Drittlinientherapie (refraktär gegen Fludarabin und Alemtuzumab)
- Rituximab plus hochdosierte Steroide im Rezidiv, insbesondere bei komorbiden Patienten

Vortragsreihe mit Diskussionsrunde "Patientenvertretertag"

Dies war mal eine Veranstaltung mit einer neuen Vorgehensweise, wobei hier nur auserwählte geladene Patientenvertreter und Ärzte anwesend waren. Dies stellte sich im Nachhinein für mich als sehr positiv dar. Prof. Greil (Salzburg) und Prof. Wörmann (Berlin) führten durch diesen diskussionsreichen Tag. Nach zahlreichen Vorträgen über Themen die uns Vertreter der Selbsthilfe am Herzen liegen, ging es in eine heiße Phase des Meinungsaustausches über.

Ich traf u.a. auch Dr. Müller-Husemann beim Kongress. Er ist der Arzt, der mir die erste R-CHOP-Therapie im stationären Bereich 2003 im UKH verabreicht hat. Er hat sich sehr gefreut, dass er eine ehemalige Patientin getroffen hatte, die auch noch ohne Rezidiv sich fast 11 Jahre in Vollremission befindet.

Als Ausgleich zur anstrengenden Tagung trafen wir uns am Abend, um zusammen ein paar schöne abwechslungsreiche Stunden zu verbringen. So gingen wir z.B. zusammen ein Original Wiener Schnitzel essen, im Hotel Sacher die berühmte Sacher-Torte genießen, im Prater vergnügten wir uns auch und nicht nur im Riesenrad, schauten uns den Stephansdom an und schlemmten Mozartkugeln.

So konnte ich auch vorhandene Kontakte intensivieren und Neue knüpfen.

Fazit:

Es waren anstrengende Tage, bei dem aber unermessliches Wissen übermittelt wurden ist. Ich konnte viel auf- und mitnehmen, was vor allem unserer Selbsthilfegruppe zugutekommen wird.

Ein paar Bilder findet ihr hier

Eure Simone

© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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