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Ein Abend voller Licht, Musik und Menschlichkeit – Die 31. José-Carreras-Gala in Leipzig am 10.12.2025

Liebe Freunde, liebe Besucher,

gestern durfte ich einen Abend erleben, der mein Herz noch lange begleiten wird: die 31. José-Carreras-Gala. Schon beim Betreten des Saales lag dieses besondere Knistern in der Luft, diese Mischung aus Hoffnung, Dankbarkeit und tiefem Mitgefühl, die nur Veranstaltungen ausstrahlen können, die aus echter Menschlichkeit geboren wurden.

José Carreras selbst, beeindruckend in seiner Würde und seinem unvergleichlichen Engagement, führte durch diesen Abend, der wieder einmal zeigte, wie viel Kraft ein einzelner Mensch entfalten kann, wenn er nie aufhört zu glauben. Unterstützt wurde er von zwei wundervollen Moderatoren – Stephanie Müller-Spirra und Sven Lorig. Beide begleiteten das Publikum warmherzig durch emotional aufgeladene Momente, ohne jemals den Respekt vor der Tragweite dieses Abends zu verlieren.

Die Gästeliste war ein Fest der Gefühle: Der Dresdner Kreuzchor erfüllte den Saal mit einem Klang, der direkt unter die Haut ging und dort verweilte. Chris de Burgh, Unheilig, Beatrice Egli, Thomas Anders – jeder von ihnen brachte eine einmalige Farbe in dieses große Mosaik der Hoffnung. Und dann dieser magische Moment mit Ella Endlich: Als sie das berühmte Lied aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sang, fühlte es sich an, als würde ein warmer Schneefall aus Erinnerungen und Weihnachtszauber auf den Saal niedergehen. Viele hatten Tränen in den Augen und ich auch.

Wundervolle Tenöre mit Stimmen, die gleichzeitig Kraft und Zerbrechlichkeit tragen konnten, rundeten den Abend zu einem stimmlichen Meisterwerk ab. Und während all diese Künstler Herzen berührten, wurde gleichzeitig etwas noch Größeres bewegt: Spenden. Hoffnung. Zukunft.

3.463.948,00 Euro – eine Zahl, die schwer wiegt und gleichzeitig leicht macht, weil sie die Türen öffnet für Forschung, für Kliniken, für Menschen, die gerade um ihr Leben kämpfen.
José Carreras wiederholte mehrfach seine Mission, die wie ein Mantra durch den Saal hallte: „Leukämie muss heilbar werden, immer und bei jedem.“ Und jedes Mal fühlte sich dieser Satz an wie ein Versprechen, das alle Anwesenden mittrugen.

Neben all den bekannten Gesichtern aus ganz Deutschland hat mich ein Wiedersehen besonders berührt: Holger, den ich seit vielen Jahren kenne, war gemeinsam mit seiner Tochter bei der Gala. Holger, Geschäftsführer der SHG Ruhr-Lippe, trägt selbst eine schwere Geschichte mit sich. Er hat seine Frau an eine besonders aggressive Form des Multiplen Myeloms verloren. Ihn dort zu sehen, inmitten all der Lichter, Klänge und Hoffnungen, war ein Moment voller leiser Stärke. Wir begegnen uns regelmäßig auf verschiedenen Veranstaltungen, doch gestern hatte unsere Begegnung eine besondere Bedeutung: Sie erinnerte daran, dass hinter jeder Spende, jedem Lied und jedem Appell echte Schicksale stehen. Es sind oft auch Menschen, die trotz unsagbarer Verluste weiter für andere kämpfen.

Doch mein ganz persönlicher, tiefster emotionaler Moment kam „überraschend“ und traf mich mitten ins Herz: Als unser verstorbener HFC-Fan Rondo eingeblendet wurde. Für einen Atemzug blieb die Zeit stehen. Und ich wusste sofort, dass ich aufstehen musste. Also tat ich es. Ich erhob mich, stand da vor seinem Bild, und verneigte mich noch einmal – aus Respekt, aus Dankbarkeit, aus Erinnerung. Es war ein stiller Moment, aber für mich der lauteste des Abends.

Unmittelbar nach der Gala gab es die Gelegenheit zum Austausch und Netzwerken – ein Raum voller Begegnungen, offener Worte und gemeinsamer Anliegen. Natürlich habe ich diese Möglichkeit wieder genutzt und viele Gespräche geführt. Dabei habe ich auch ein Thema angesprochen, das uns in Halle besonders bewegt. Es tat gut zu spüren, dass Zuhören, Verständnis und Engagement auch abseits der Bühne weitergehen und dass die Menschen, die sich an diesem Abend versammelten, bereit sind, gemeinsam Lösungen zu suchen und Wege zu gehen.

Ein paar Bilder sind hier zu sehen 

Fazit:

So ging dieser Galaabend zu Ende wie ein Lied, das man am liebsten nicht verstummen lassen möchte. Mit Tränen, mit Hoffnung, mit dem tiefen Gefühl, dass Menschlichkeit die größte Kraft ist, die wir besitzen.

Eure Simone

© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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