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Informationen der Selbsthilfegruppe (2021)

Liebe Freunde, liebe Besucher,

in den letzten Monaten setzten sich acht ehrenamtlich engagierte Persönlichkeiten immer wieder virtuell zusammen, um ein White Paper zu schreiben und so die unterschiedlichsten Sichtweisen auf die SARS -CoV-2-Pandemie zu verfassen. Unterstützt wurden wir u.a. von Christina Claussen und Dr. Oliver Burgard – Wissenschaftsjournalist - bzw. von Tobias Unger – Bereichsleiter Gesundheit der Firma SNPC

Das Außergewöhnliche an diesem White Paper (http://www.snpc.de/) ist die Tatsache, dass Patientenvertreter, Ärzte, Vertreter der Pflege sowie der Wissenschaft es gemeinsam unentgeltlich mit viel Herzblut geschrieben haben.

Dieses White Paper beinhaltet Handlungsempfehlungen in vielerlei Hinsichten. Dabei haben wir, ja auch ich war daran mit beteiligt, nie aus den Augen verloren, dass es bei allen Bemühungen um den Patienten geht. Den Aufschwung, den wir in vielerlei Hinsicht durch die Pandemie spürbar wahrnehmen, müssen wir weiter sinnvoll nutzen.

Unsere Handlungsempfehlungen lauten daher:

Wenn die erste Chemotherapie gut anspricht, kann ein Rückfall mit einer Erhaltungstherapie besser verhindert werden.

Auch wenn die erste Chemotherapie bei vielen älteren Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) gut anschlägt, kommt es nicht selten zu einem Rückfall. Offenbar kann eine Erhaltungstherapie mit Azacitidin, einem synthetischen Nukleosid, die Überlebensaussichten verbessern, wie Wissenschaftler in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine berichteten.

In die kontrollierte Phase III-Studie wurden 472 Patienten ab 55 Jahren mit akuter myeloischer Leukämie einbezogen. Sie hatten eine erste intensive Chemotherapie erhalten und gut darauf angesprochen. Bei keinem von ihnen kam eine Stammzelltransplantation in Frage. Nach dem Zufallsprinzip ausgewählt erhielten 238 Patienten eine Erhaltungstherapie mit Azacitidin, 234 Patienten erhielten ein Scheinmedikament (Placebo).

Zum 1. Januar 2021 übernahm Prof. Dr. med. Gerhard Behre als neuer Chefarzt die Klinik für Innere Medizin I am Städtischen Klinikum Dessau.

Der 54jährige Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Internistische Onkologie, Palliativmedizin, Hämostaseologie, Intensivmedizin und Infektiologie trat damit die Nachfolge von Prof. Dr. med. habil. Mathias Plauth an, der nach 20 Jahren in den Ruhestand ging.

Prof. Behre ist seit 30 Jahren mit der Diagnostik und Therapie von Leukämien und Krebserkrankungen befasst. Seit 2011 ist er als Oberarzt der Medizinischen Klinik und Poliklinik I - Hämatologie und Zelltherapie, Internistische Onkologie und Hämostaseologie - am Universitätsklinikum Leipzig tätig. Hier war er zuständig für die Behandlung von Leukämien und Lymphomen und die hämatopoetische Stammzelltransplantation. Er war Hygienebeauftragter Arzt, DRG-Beauftragter, Lehrbeauftragter, stellv. Leiter des molekularen Tumorboards und Mitglied der Ethikkommission und Promotionskommission.

Neue Wirkstoffe sind offenbar sowohl in der Ersttherapie als auch bei einem Rückfall der Erkrankung wirksam.

Für die Behandlung von Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die erstmals eine Therapie benötigen oder nach früheren Therapien einen Rückfall erleben, könnten in Zukunft womöglich zwei neue Wirkstoffe zur Verfügung stehen. In einer klinischen Phase III-Studie stellte sich eine Kombination mit einem Phosphatidylinositol-3-Kinase-delta-Hemmer (PI3K-Hemmer) und einem Anti-CD20-Antikörper als wirksam heraus. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden Anfang Dezember 2020 auf der 62. Jahrestagung der American Society of Hematology vorgestellt.

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© 2016 Selbsthilfegruppe für Leukämie- und Lymphompatienten Halle (Saale) / Sachsen-Anhalt

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